Zertifizierung nach Art. 42 DSGVO
Akkreditierte Datenschutz-Zertifikate
Praxis-Hinweis: Dieser Artikel ist praxisorientierte Compliance-Dokumentation, keine Rechtsberatung. Wir sind Compliance-Spezialist, keine Anwaltskanzlei. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie eine zugelassene Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
TL;DR
Art. 42 DSGVO erlaubt akkreditierten Stellen, Zertifikate für DSGVO-konforme Verarbeitungen zu vergeben. Diese sind freiwillig, dienen aber dem Nachweis nach Art. 24 Abs. 3 + Art. 28 Abs. 5.
Was ist Zertifizierung nach Art. 42 DSGVO?
Anerkannte Zertifizierungs-Schemata in DACH 2026:
- European Data Protection Seal (EDPS) — EU-weit
- EuroPriSe — DE/AT
- TÜV Süd Datenschutz-Zertifikat
- BfDI-Akkreditierung (in Vorbereitung 2026)
Praxisbeispiel
SaaS-Anbieter X bewirbt sich als 'DSGVO-zertifiziert'. EDPS-Zertifikat bestätigt: VVT-Pflicht erfüllt, AVV-Konformität, Betroffenenrechte-Workflow funktional.
Häufig gestellte Fragen
Ist Zertifizierung Pflicht?
Nein, freiwillig. Aber Indiz für Compliance + Marketing-Vorteil.
Was kostet?
EDPS: 15-50k EUR. TÜV: 8-30k EUR. EuroPriSe: 12-40k EUR.
Gültigkeit?
Typisch 3 Jahre, jährliches Surveillance-Audit.