Zweckbindung

Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO — Daten nur für ursprünglichen Zweck

Praxis-Hinweis: Dieser Artikel ist praxisorientierte Compliance-Dokumentation, keine Rechtsberatung. Wir sind Compliance-Spezialist, keine Anwaltskanzlei. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie eine zugelassene Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

TL;DR

Personenbezogene Daten dürfen nur für die ursprünglich festgelegten Zwecke verwendet werden. Zweckänderung (Art. 6 Abs. 4) ist nur unter strengen Voraussetzungen zulässig.

Was ist Zweckbindung?

Praxis-Beispiele Zweckänderung:

Alle drei sind Zweckänderungen — neue Rechtsgrundlage erforderlich (typisch: Einwilligung).

Praxisbeispiel

Ein Versicherer sammelt Gesundheitsdaten zur Antragsbearbeitung. Geplante Nutzung dieser Daten zur Bewertung von KFZ-Tarifen ist eine Zweckänderung — separate Einwilligung erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist Zweckänderung zulässig?
Art. 6 Abs. 4: Vereinbar mit ursprünglichem Zweck (Kompatibilitätstest), oder neue Einwilligung, oder gesetzliche Grundlage.
KI-Training zählt als Zweckänderung?
Ja, in der Regel. CNIL und BSI bestätigen: KI-Training ist eigenständiger Zweck.
Bußgeld?
Art. 83 Abs. 5 lit. a — bis 20 Mio. EUR oder 4%.

Siehe auch