DSGVO bei Steuerberater + Anwaltskanzleien
TL;DR
- Steuerberater + Anwälte = eigenständig Verantwortliche, NICHT Auftragsverarbeiter
- Kein AVV erforderlich, aber gegenseitige DSE-Information sinnvoll
- § 203 StGB Schweigepflicht + DSGVO + Berufsrecht (BRAO/StBerG)
- Mandantendaten = Art. 9 DSGVO bei Personalfragen + Gesundheitsdaten
- 10-Jahre-Aufbewahrung § 257 HGB / § 147 AO bei Buchführung
Hauptartikel: Hauptartikel: AVV-Vorlage Art. 28 — der vollständige Pillar-Artikel zum Thema.
1. BayLDA-Klarstellung 2024
Steuerberater + Anwälte sind eigenständig Verantwortliche, KEIN Auftragsverarbeiter. Kein AVV nach Art. 28 erforderlich.
2. Berufsgeheimnis § 203 StGB
Stärker als DSGVO. Bei Bruch: Strafanzeige + Bußgeld parallel.
3. Mandantenakten-Schutz
Strenge Aufbewahrung (StBerG: 10 Jahre, BRAO: 6 Jahre). Zugriff nur durch Berufsträger + assigniertes Personal.
4. Cloud-Software für Kanzleien
DATEV (DE-Hosting), Stack-IT, Anwaltsoftware Wolters Kluwer. Bei US-Hosting: TIA + besondere Vorsicht (Schweigepflicht!).
5. E-Mail mit Mandant
S/MIME oder PGP-Verschlüsselung empfohlen. Beck'sche Anwalts-Postfach (BeA) für Anwälte verpflichtend.
6. Datenpannen-Spezifika
Bei Datenpanne: AB-Meldung + § 203 StGB-Risiko. Anwaltliche Kanzleien: Anwaltskammer-Information möglich.
Häufig gestellte Fragen
Wirklich kein AVV?
DSB Pflicht?
Quellen
- Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) — deutscher Volltext, EUR-Lex (Stand: 02.05.2026, geltend seit 25.05.2018)
- Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) — gesetze-im-internet.de (Stand: laufend, BMJ-Servicestelle)
- § 257 HGB — Aufbewahrungspflichten (Stand: laufend)
- § 147 AO — Aufbewahrungsfristen (Stand: laufend)